Durch wunderschöne, zunächst noch landwirtschaftlich genutzte, Natur geht es langsam hoch auf der 'Great Alpine Road'.
Beim Einsteigen "entdeckt" Ulrike diese
'Huntsman Spider' (Riesenkrabbenspinne) in Berthas Türrahmen: Horror!
Wilhelm klärt mit der Spinne ruhig die Sachlage, woraufhin sie Bertha fast freiwillig verlässt.
Die Blätter färben sich schön bunt, der Herbst kehrt ein.
Omeo im Tambo-Tal ist eine nette kleine "Stadt", die auch einen kostenlosen Übernachtungsplatz anbietet, mit Sanitäranlage und guten heißen Duschen.
Der örtliche Kuckucksuhrenladen, der einzige in Australien?
Omeo ist auch ein beliebtes Zentrum für Mountainbiker.
'Jack Jumper' (Myrmecia pilosula) springt bis zu 10 cm weit.
'Victoria Falls'
Riesenspirelli mit Spinat, Tomaten und Käse.
Spaziergang zum 'Dead Timber Hill Lookout' (Totes-Holz-Hügel-Aussichtspunkt).
18.04.2025 Auf der 'Great alpine Road' ( B 500) fahren wir nun durch die südlichen australischen Alpen, Teile davon sind durch den 'Alpine National Park' geschützt.
Der 16. war ein etwas verrückter Tag: Eine Monsterspinne saß in Ulrikes Türrahmen und so schnell, wie Ulrike vom Beifahrersitz über den Fahrersitz das Auto verlassen hat, Wahnsinn. Ich habe die Spinne dann dazu überredet, unser Auto zu verlassen. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass es eine 'Huntsman Spider' (Riesenkrabbenspinne) war und ein Biss von ihr zwar schmerzhaft, aber das Gift für uns Menschen recht harmlos ist...
Leider vermissen wir seit dieser Aktion(?) unseren Schlüssel für die Klappen an Bertha. War der letzte Einsatz und wir sind noch einmal die 50 km dorthin zurückgefahren, haben ihn aber nicht gefunden. Und im Auto haben wir auch schon alles auf den Kopf gestellt.
Tags darauf, auf der Weiterfahrt, haben wir uns den schönen 'Victoria Fall' angesehen und heute stand der 'Mount Tabletop' auf dem Programm. Gerade haben wir einen herrlichen Sonnenuntergang mit Blick über die Berge gehabt und stehen nun ganz in der Nähe von Hotham frei auf einem kleinen Wanderparkplatz.
Und danke fürs Daumendrücken: Heute, nach noch nicht einmal einem Tag, bekamen wir die Nachricht von der 'Australien Automobile Assosiation' (AAA), dass der Zoll einem Carnet für ein weiteres Jahr zustimmt. Das müssen wir jetzt beim ADAC in München beantragen, der das neue dann per Kurier(?) postlagernd nach Australien schickt und dann mit unserem alten, das wir in Brisbane vergessen haben, das uns aber postlagernd zugesendet wird, der AAA schicken, die beide Carnets zum Zoll weiterleitet, der dann unser altes Carnet ausstempelt und das neue einstempelt(?), das uns schließlich und endlich wieder postlagernd zugestellt wird. Alles also nur noch reine Formsache.
Nach Sonnenuntergang am 'Mount Hotham'.
Die 'Great Alpine Road' windet sich immer nahe an den Gipfeln entlang und bietet herrliche Ausblicke.
Wir wandern bei bestem Wetter auf den 'Mount Loch' und haben einen tollen Rundumblick auf die südlichen australischen Alpen.
'Snow Gums' (Schnee-Eukalyptus) gibt es auch hier.
Bibliotheken gibt es ganz selbstverständlich in jedem Ort, so auch hier in Bright, wo wir zwei Tage "abwettern" und an einem Park ganz ungestört übernachten.
So lala Bright-Burger.
Ulrike backt spitzen Vollkornbrot im schwedischen Omnia. Hier gibt es fast nur helles, sehr labberiges Brot zu kaufen. Die Beschaffung von Roggenmehl ist recht schwierig, deswegen haben wir jetzt 5 Kilo im Internet bestellt, die uns postlagernd zugesand werden.
Hasenreines Osterfrühstück von Ulrike zubereitet, mit Hahn und Henne, die sie aus, naja, "Resten" gebastelt hat.
Bei wieder besserem Wetter fahren wir hinauf auf den 'Mount Buffalo', hier links 'The Hump' und rechts 'The Cathedral'.
Hinten 'The Horn', auf das ein gut gesicherter, teils sehr enger, Steig hinaufführt.
Von oben hat man eine herausragende Rundumsicht auf die nahe und ferne Bergwelt.
bitte Panorama in der Box nach rechts und links schieben!
Im Winter wird hier auch Ski gefahren.
Nochmal 'The Horn' mit Gipfelaussichtskanzel.
Unter dem 'Leviathan' heißt unter 10.000 Tonnen Granit. Was für ein Brocken!
Der 'Torpedo Rock': Was die Natur so alles zustande bringt.
22.04.2025 Auf dem kleinen Wanderparkplatz der letzten Nacht des letzten Berichtes sind wir heute Abend wieder, nur, dass diesmal nicht die laute Musik zweier Mitsteher zu höhren ist, sondern, wir sind alleine, der Wind mächtig rauscht. Wir befinden uns auf einem Bergrücken in 1650 m Höhe, stehen aber sicher und waagerecht.
Zwischenzeitlich sind wir nach Bright, auf 300 m, hinuntergefahren und mussten zwei Regentage abwettern. Dass wir frei mitten in der Stadt, schön geschützt unter Bäumen, auf einem Parkplatz ruhig am Park standen, hat niemand interessiert.
Heute sind wir auf das Plateau des 'Mount Buffalo' gefahren. Übersät mit riesigen Granitkugeln, die teilweise bizarr aufgetürmt sind. Ein grandioses Naturspektakel. Mit kurzen Wanderungen haben wir 'The Horn' (1723 m) und 'The Hump' (1695 m) bestiegen. Danach zurück nach Bright, Einkaufen im Woolworths und wieder hinauf, fast bis zum Scheitelpunkt der 'Great Alpine Road'.
Übernachtung an der 'Dargo High Plains Road'.
Selfie der Fotografin.
Am Morgen dann geht es weiter, oftmals recht steinig, durch Wald und über Berge.
Eindrücke von der 'Dargo High Plains Road'.
Den Kontakt zur Drohne verlieren wir zwischenzeitlich komplett, sie gibt keine Antwort mehr. Verzweifelt suchen wir lange nach ihr und finden sie letztendlich zufällig an der Startposition am Straßenrand wieder, obwohl zweimal der Rückkehrpunkt aktualisiert und von ihr bestätigt wurde.
Wilhelm im Cockpit konzentriert bei der Arbeit.
Alt, stilvoll restauriert, und Neu. Beides schick.
Halber Burger im '5ive Canarys' in Bairnsdale, eine Offenbarung!
Diese Hinweise (Fußgänger sollen Fahrzeugen die Vorfahrt gewähren) findet man überall in Australien. Generell hat man zu Fuß im Verkehr keine so guten Karten.
Zwischendurch etwas Feinmechanik: Unser Dell braucht einen neuen Akku.
27.04.2025 Leider war die Wettervorhersage in den Alpen nicht mehr so gut, ist halt schon Herbst. Deswegen sind wir über die 'Dargo High Plains Road', auf gut 50 km ungeteert, wieder hinunter nach Bairnsdale gefahren.
Dabei haben wir fast unsere Drohne verloren. Während einer Verfolgung war sie plötzlich nicht mehr zu erreichen. Kurz und gut, technische Details außen vor, wir haben sie nach langer Suche und mit viel Glück wiedergefunden. Sie ist schön brav an den Startpunkt zurückgeflogen, trotz gegenteiliger Befehle. Und dann stand sie da so klein am Straßenrand, ist nicht überfahren worden, wir waren echt happy.
Der erwartete Brief mit dem Maut-Tag war hier noch nicht bei der Post angekommen, so dass wir uns erst einmal auf dem hiesigen Campingplatz niedergelassen haben.
Gestern sind wir durch die Stadt geschlendert, haben uns bei '5ive Canarys' einen(!) sehr guten Burger geteilt, dessen Hälfte immer noch mindestens so groß war, wie ein ganzer bei der lange nicht so guten Kettenkonkurrenz.
Heute, Sonntag, nieselt es schon den ganzen Tag, Ulrike hat gearbeitet, Wilhelm war faul. Wir hoffen, dass wir morgen weiterkommen, denn eigentlich soll es möglichst flott nach Westen gehen. Dabei wird Melbourne umfahren, weil wir zum einen schon einmal da waren und zum anderen hoffen, zu einer angenehmeren Jahreszeit zurückzukehren.
Das Roadhouse 'The Billabong' ist etwas heruntergekommen, unaufgeräumt, hat aber trotzdem oder gerade deswegen(?) einen gewissen Charme und vor allem super leckeres englisches Frühstück.
Yarram "in The Middle of Everywhere" (in der Mitte von allem) besitzt neben schönen Gebäuden, hier das 'Old Yarram Club Hotel', viele kunstvolle Murals (Wandgemälde).
Eine alte Molkerei und "Butterfabrik".
Wir machen noch einen Schlenker auf die Halbinsel 'Wilson Promontory (Vorgebirge)' mit dem namensgleichen Nationalpark.
bitte Panorama in der Box nach rechts und links schieben!
Herrlicher Blick vom Aussichtspunlt am 'Darby Saddle'.
Wir wandern auf den 'Mount Oberon' und haben fantastische Sicht auf das Meer, die Strände und die Inseln.
Eine australische "Jammerkrähe", jedenfalls nennen wir sie so wegen ihrer Rufe.
Wie fast immer, gut und sicher zu gehen.
Tolle Baumfarne.
01.05.2025 Leider war am Montag und Dienstag morgen der Brief mit dem Maut-Tag immer noch nicht da. Wir waren es leid, länger zu warten und sind weitergefahren. Eine entsprechende Mail an eToll werden wir schreiben. Unser Weg führte uns, mit einem Abstecher ins beschauliche 'Port Albert', auf die Halbinsel 'Wilson Promontory (Vorgebirge)' und zum riesigen und sehr komfortablen 'Tidal Campground' des dortigen Nationlparks.
Gestern sind wir bei bestem Wetter auf den 'Mount Oberon' gestiegen, mit fantastischem Blick vom Gipfel auf das Meer, die Buchten mit Stränden, die dichtbewaldeten Berge und ein paar vorgelagerte Inseln. Wir sind eine zeitlang alleine dort oben gesessen und haben das richtig genossen.
Weißwangenreiher (Egretta novaehollandiae)
Gleich neben dem Campground des Nationalparks eine Wahnsinnslandschaft.